Aktientipp Barrick Gold: Die Aktie des Goldminenkonzern könnte bald die Trendwende schaffen (zum Vergrößern bitte anklicken); Stand: 25. April 2013
Freitag, 26. April 2013
5000 Euro Frankreich Hercules Gold 2012
5000 Euro Frankreich Hercules Gold 2012
Monnaie de Paris
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1000 Euro Frankreich Hercules Gold
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Rechtmäßiqkeit des „Goldfinger- Modells"
Rechtmäßiqkeit des „Goldfinger-
Modells"
Das Urteil nimmt Stellung zu höchstrichterlich noch nicht
geklärten Fragen im Zusammenhang mit der Gewinnermittlung
durch Überschusseinkünfte für inländische
Beteiligte bezüglich des Gewinnanteils aus einer Beteiligung
an einer ausländischen PersonenhandelsgeselLschaft,
die den Handel mit Edelmetallen zum Gegenstand
hat. Dabei werden Fragen zur Anwendung der
Steuerfreistellung mit Progressionsvorbehalt infolge
DBA und der Gewinnermittlungsmethode nach § 4 Abs. 3
EStG sowie der Ausschluss der Möglichkeit der Verlustverrechnung
nach § 4 Abs. 3 Satz 4 und § 15b EStG
erörtert.
Hessisches FG, Urteil vom 15. 11. 2012 11 K 3175/09 - Rev.
eingelegt (Az. des BFH: I R 3/13).
Bei der für das Besteuerungsrecht hinsichtlich der Einkünfte
des Kl. aus seiner Beteiligung an einem britischen
Unternehmen auf DBA-Ebene vorzunehmenden Einkünfteabgrenzung
findet die Geprägeregelung des § 15 Abs. 3
Nr. 2 EStG keine Anwendung.
Ist nach Abkommensrecht - entsprechend den konkreten
Verhältnissen - die Betätigungsform der ausländischen
Beteiligung als vermögensverwaltende Tätigkeit zu qualifizieren,
liegt das Besteuerungsrecht bei der Bundesrepublik
Deutschland. Folge davon ist, dass bei der sich
anschließenden einkommensteuerrechtlichen Qualifizierung
die durch § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG begründete Geprägeregelung
auf eine vermögensverwaltende ausländische
Personengesellschaft Anwendung findet, wenn sie nach
ihrem rechtlichen Aufbau und ihrer wirtschaftlichen
Gestaltung einer inländischen Personengesellschaft entspricht.
Auch wenn der im Inland steuerpflichtige Gewinn einer
ausländischen Personengesellschaft nach ausländischem
Recht durch einen Jahresabschluss ermittelt wurde, wird
dadurch das Wahlrecht zur Gewinnermittlung durch
Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG nicht eingeschränkt.
Der steuerlichen Berücksichtigung von Verlusten aus
einer Beteiligung an einer vom Stpfl, selbst gegründeten
britischen Partnership scheidet nur dann nach § 15b EStG
aus, wenn auf Grund eines vorgefertigten Konzepts die
Möglichkeit geboten werden soll, gezielt zeitweilig Verluste
zu nutzen.
EStG § 15 Abs. 2 und 3 Nr. 2, § 15b, § 4 Abs. 3 Satz 1 und 4;
DBA-GBR Art. 7 Abs. 3, Art. 2 Abs. 3.
Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob die Berücksichtigung
des Verlustanteils aus der Beteiligung an einer ausländischen
Personengesellschaft unter Berücksichtigung
des negativen Progressionsvorbehalts zu einer Steuerfestsetzung
auf 0 € führt.
Der Kl., der im Streitjahr 2007 als Investmentbanker in leitender
Position für eine Bank, die sich insbesondere im
Handel mit Gold und Edelmetallen engagiert, tätig war und
aus dieser Tätigkeit Einkünfte aus nichtselbstständiger
Tätigkeit bezog, plante sich daneben ebenfalls eigenständig
in dem Bereich des Edelmetallhandels zu betätigen. Zu
diesem Zwecke gründete er nach Beratung durch Rechtsanwälte
und StB und nach Kontaktierung von Banken zum
Zwecke der Unternehmensfinanzierung 2007 mit einer
eigenkapitalfinanzierten Einlage von ... € die A mit Sitz in
London, an der neben ihm lediglich die in Großbritannien
an gleicher Adresse wie die A ansässige und ebenfalls Ende
2007 mit einem Stammkapital von 2 GBP gegründete B
als kapital-, gewinn- und vermögensmäßig nicht beteiligte
Komplementärin beteiligt war. Nach der Satzung besteht
der Gegenstand des Unternehmens der A im Handel mit
Edelmetallen, Rohstoffen und Wertpapieren,- die Geschäftsführung
oblag der B. Als Geschäftsführer der B wurden die
C-Ltd. und Herr D ernannt. Ende 2007 schloss die B für
die A mit der C-Ltd. einen Vertrag über die Anmietung
des Büroraumes und Zurverfügungstellung administrativer
Dienstleistungen. Mit der Buchhaltung der A und der B
wurde die Fa. G-Ltd. beauftragt. Im Dezember 2007 investierte
die A in Edelmetalle und erwarb für umgerechnet
... € Goldbarren, wobei der Ankauf durch die auch mit der
Lagerungslogistik beauftragte Bank H im Auftrag der
G-Ltd. für die A als ihrer Klientin erfolgte. Die allokierten
Goldbarren wurden in einen Depot für die A von der
Bank H verwahrt. Weitere Geschäfte wurden im Streitjahr
nicht mehr getätigt.
Im Rahmen der ESt-Erklärung 2007 begehrte der Kl. die
Berücksichtigung eines Verlustanteils aus der Beteiligung
des Kl. an der A i. H. v . ... € im Wege des negativen Progressionsvorbehalts
nach § 32b EStG. Dieser begehrte Verlustanteil
resultierte daraus, dass der sich aus der nach britischem
Recht für die A zu erstellenden Bilanz für das Rumpf-
Wj. bis 31. 12. 2007 ergebende, lediglich aus Währungsdifferenzen
resultierende Gewinnanteil von ... € für Zwecke
des negativen Progressionsvorbehalts im Wege einer Überleitungsrechnung
nach § 4 Abs. 3 EStG unter sofortigem
BA-Abzug der AK des erworbenen Umlaufvermögens
(Goldbarren) abweichend von der nach britischem Recht
erfolgten Gewinnermittlung der A angesetzt werden sollte.
Dem folgte der Bekl. nicht und erließ einen ESt-Bescheid
für 2007, in dem er hinsichtlich der Einkünfte des Kl. aus
der Beteiligung an der A neben dem Gewinnanteil von ... €
noch Sonder-BA des Kl. von ... € mithin lediglich einen
Verlust von ... € im Rahmen des negativen Progressionsvorbehalts
berücksichtigte.
..............8 Seiten hochkonzentriert.....
Änderung des § 32b EStG im AmtshilieRLUmsG beabsichtigt
Dieses Ergebnis ist auch durchaus vom Gesetzgeber
gewollt, wobei dieser bislang zur Eindämmung derartiger
Gestaltungen einen anderen Ansatz verfolgt hat.
Bereits im letztlich gescheiterten JStG 2013 war der Versuch
unternommen worden, durch eine Änderung des
§ 15b EStG oder des § 32b EStG derartige Gestaltungen
nicht mehr steuerwirksam durchführen zu können (vgl.
BR-Drs. 302/12 (Beschluss), 29; BR-Drs. 302/1/12, 37; BTDrs.
17/10604, 45; BT-Drs. 17/11190, 32). Nach dem
Scheitern des JStG 2013 nimmt der Gesetzgeber nun
einen neuen Anlauf im Gesetz zur Umsetzung der Amtshilf
erichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften
(Amtshilf eRLUmsG; vgl. BT-Drs. 17/12375, 16
und 61).
AK und HK für WG des Umlaufvermögens dann nicht
mehr sofort abziehbar
Nach der beabsichtigten Änderung sind im Rahmen des
Progressionsvorbehalts (§ 32b Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Satz 2
Buchst, c EStG) bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3
EStG die AK und HK für WG des Umlaufvermögens erst
im Zeitpunkt des Zuflusses des Veräußerungserlöses
oder bei Entnahme im Zeitpunkt der Entnahme als BA zu
berücksichtigen. Damit will der Gesetzgeber ungeachtet
der Entscheidung des Hessischen FG und der dagegen
eingelegten Revision die Gestaltung steuerlich unattraktiv
machen. Die Neuregelung soll nach § 52 Abs. 43a
Satz 11 EStG i. d. F. des AmtshilfeRLUmsG erstmals auf
WG des Umlaufvermögens Anwendung finden, die nach
dem Tag des Gesetzesbeschlusses angeschafft, hergestellt
oder in das BV eingelegt werden.
Konsequenzen für die Praxis
Bereits durchgeführte „Goldfinger-Modelle" bleiben von
der Neuregelung daher unberührt. Gleichwohl ist auf der
Grundlage der Entscheidung des Hessischen FG und im
Hinblick auf das anhängige Revisionsverfahren das
Modell nicht mehr attraktiv. Die FinVerw. wird zudem
mit allen Mitteln vermeiden, Veranlagungen mit „Goldclou"
endgültig werden zu lassen, um auch im Jahr der
Anschaffung der Edelmetallbestände noch vom Ausgang
des Revisionsverfahrens zu profitieren. Es wird sich auch
zumeist um Stpfl, handeln, bei denen aufgrund ihrer
hohen Einkünfte die Steuerfestsetzungen ohnehin regelmäßig
unter Vorbehalt der Nachprüfung stehen. Im Hinblick
auf das anhängige Revisionsverfahren und die
anstehende gesetzliche Neuregelung kann Mandanten
daher von der zukünftigen Beteiligung an derartigen
Gestaltungen nur abgeraten werden.
- Richter am FG Dr. Nils Trossen -
Entscheidung Nr. 191 EFG 2013 Nr. 7 503-510
Die Zentralbanken haben im vergangenen Jahr 534,6 Tonnen Gold gekauft - so viel wie zuletzt 1964
ZentralbankenSo viel Gold wie zuletzt 1964
26.04.2013 · Die Zentralbanken haben im vergangenen Jahr 534,6 Tonnen Gold gekauft - so viel wie zuletzt 1964. Sie zählen zu den größten Verlierern des Gold-Crashs und sollen 560 Milliarden Dollar eingebüßt haben.
Von FRANZ NESTLER
© DPA
Die Zentralbanken haben im vergangenen Jahr so viel Gold gekauft wie zuletzt 1964. Das geht aus Daten des World Gold Council hervor, einer Interessenvereinigung der Förderer, Händler und Käufer von Gold. Insgesamt haben die Zentralbanken 534,6 Tonnen Gold gekauft. Für das laufende Jahr werden allein etwa Zukäufe von 450 bis 550 Tonnen erwartet. Pessimistischer sind die Analysten der Bank Morgan Stanley, die bis 2018 insgesamt 655 Tonnen an Zukäufen prognostizieren.
Das widerspricht Verschwörungstheorien von Gold-Fans, welche behaupten, die Zentralbanken würden Gold auf den Markt werfen, um den Preis des Edelmetalls kräftig zu drücken. Die Zentralbanken zählen zu den größten Verlierern des Einbruchs des Goldpreises vom 12. April. Seitdem das Edelmetall im September 1.921,15 Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kostete, wurden etwa 560 Milliarden Dollar der Zentralbanken verbrannt. Die genauen Auslöser für den plötzlichen Einbruch – den stärksten seit 30 Jahren – bleiben unklar.
An den Fundamentaldaten hat sich wenig geändert: Die Zentralbanken fluten die Märkte nach wie vor mit billigem Geld, die Euro-Krise schien sich durch das Hilfspaket für Zypern eher zu verschärfen, die Schuldenkrise in den Vereinigten Staaten ist bestenfalls aufgeschoben, und der Internationale Währungsfonds hat zuletzt seinen globalen wirtschaftlichen Ausblick gesenkt.
Zusätzlich ist sowohl die physische Nachfrage gestiegen, außerdem haben Investoren ihre Wetten auf steigende Preise ausgebaut. Trotzdem scheint die längste Rally seit dem Ersten Weltkrieg zumindest vorerst zu Ende gegangen zu sein – sollte der Goldpreis nicht noch stark zum Jahresende steigen.
Das alles ficht die Zentralbanken nicht an, im Gegenteil: Sie sind geradezu dafür berüchtigt, immer zum falschen Zeitpunkt Gold zu kaufen und zu verkaufen. So verkauften sie das Edelmetall im Jahr 1999, als es sich auf einem 20-Jahres-Tief befand, und kauften es etwa in den achtziger Jahren, als der Preis einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. So könnte man es fast als sicheres Anzeichen für einen Niedergang des Goldpreises sehen, wenn die Zentralbanken momentan so stark zugreifen. Aber für die Zentralbanken hat die kurzfristige Preisentwicklung auch kaum eine Bedeutung, viel wichtiger ist für sie Diversifizierung.
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Insgesamt besitzen die Zentralbanken aktuell 31.671 Tonnen Gold, das ist in etwa ein Fünftel des jemals geschürften Goldes. Besonders zwei Länder haben überproportional große Reserven: 8.133 Tonnen hält die Zentralbank der Vereinigten Staaten, in Deutschland sind es 3.391 Tonnen, das entspricht den zweitgrößten Vorräten. Mit dem Edelmetall diversifizieren Zentralbanken ihre Devisenreserven, besonders die Schwellenländer haben bei dem Edelmetall noch Nachholbedarf.
Dollar und Euro verlieren immer mehr an Bedeutung, dafür gewinnen neben Gold andere Währungen wie der chinesische Renminbi oder der australische und kanadische Dollar an Gewicht auf den Finanzmärkten. Die beiden letzteren führt der Internationale Währungsfonds mittlerweile als offizielle Reservewährungen – das dürfte die Nachfrage durch die Zentralbanken noch weiter verstärken. Während vor zehn Jahren nur etwa 1 Prozent der bekannten Währungsreserven in diesen sogenannten Alternativwährungen gehalten wurden, sind es heute etwa 8 Prozent.
Einige Zentralbanken überlegen sogar ernsthaft, Reserven auf den Aktienmärkten anzulegen. Durch die breitere Streuung sollen Risiken verringert werden und nicht erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Royal Bank of Scotland unter 60 Zentralbanken.
Dienstag, 23. April 2013
Sinclair - Swiss Bank Just Refused To Give My Friend His Gold
Sinclair - Swiss Bank Just Refused To Give My Friend His Gold
Today legendary trader Jim Sinclair stunned King World News when he revealed that a dear friend of his who is very affluent just had a Swiss bank refuse to return his large hoard of gold when he asked for it out of an allocated account. Below is what Sinclair, who was once called on by former Fed Chairman Paul Volcker to assist during a Wall Street crisis, had to say in this remarkable and candid interview.
Eric King: “Maguire spoke on KWN yesterday about the fact that one of his clients went to the LBMA to get the metal from them and could not get it. They told him he would be cash settled. This is what you have been talking about is the failure of the physical markets.”
Sinclair: “A person that I know with significant deposits in one of the primary Swiss banks, in allocated gold, wanted to take out his gold and was just refused on the basis of directives from the central bank....
Continue reading the Jim Sinclair interview below...
“They told him the amount was in excess of 200,000 Swiss francs and the central bank had instructed them not to do it because it has to do with anti-terrorism and anti-money laundering precautions.
I really wonder whether those are precautions or whether the gold simply isn’t there. Now you tell me that a London delivery has basically failed. It has to raise our suspicions that the lack of physical gold behind the paper gold is literally so severe that we are coming to understand that it is in fact not there.
The gold that people think is stored is not stored, and the inventory of the warehouses for exchanges may not be holding deliverable gold. There has always been speculation about whether or not the physical gold the US claims to store is in fact in those vaults.
The greatest train robbery in history might be all of the gold, and it would only be something like we have described above that would happen right before gold makes historic highs.
There simply is no gold behind the paper. One example is AMRO, a second is your example with Maguire, and a third is my dear friend who was refused his gold on the basis that its value was too high. Remember this friend of mine had his gold in an allocated account in storage at a major Swiss bank. I repeat, there is no gold.”
Eric King: “Jim, when I listen to what you are saying, to what Maguire is saying, it really does tell me we are at the end game in terms of the paper market. It’s collapsing right now as you have been warning.”
Sinclair: “The vicious and blatant manipulation of the gold price (lower) via paper, on Friday and on Monday, may very well be the biggest mistake that the manipulators ever conceived of. I firmly believe it revealed that the price of gold has nothing to do with gold itself.
But I would add that if in fact the physical demand remains at these levels or even increases as the price of gold rises, I believe that the warehouses for the exchanges will be so significantly drawn down that it will force cash settlement.
The bottom line here is the paper market for gold may have just lit itself on fire, and served to burn the manipulators’ houses to the ground. You’ve heard of the phrase, ‘The emperor has no clothes.’ Well, this is infinitely worse because it is finally being revealed that the paper market for gold, in fact, has no gold.”
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Montag, 22. April 2013
Das Verhältnis zwischen Käufern und Verkäufern liege bei den großen Metallhändlern mittlerweile bei 30:1.
EdelmetalleGoldpreis dürfte sich wieder erholen
22.04.2013 · Nach dem starken Verfall des Goldpreises stellt sich die Frage nach der weiteren Entwicklung. Privatanleger aber kaufen und Experten sind optimistisch.
Wie geht es nach dem starken Preiseinbruch weiter mit Gold? Die Anhänger von Edelmetallinvestements sind sich seit Jahrzehnten einig: Der Zusammenbruch des Papiergelds steht kurz bevor und somit ist Gold das Beste, was man kaufen kann.
Dass nicht wenige Menschen so denken, bestätigt auch Hannes Zipfel, Edelmetallexperte der Solit Kapital, die auf Investmentprodukte für physische Anlagen in Edelmetallen spezialisiert ist.
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Lieferengpässe bei Münzen
„Physisches Gold und Silber sind so gefragt wie lange nicht mehr“, sagt Zipfel. Die Absatzzahlen der größten Münzprägeanstalt der Welt, der US Mint, hätten schon am Dienstag nach dem großen Kursrutsch das höchste Volumen in einem April seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1982 erreicht. Das Verhältnis zwischen Käufern und Verkäufern liege bei den großen Metallhändlern mittlerweile bei 30:1.
„Weltweit beobachten wir bedeutende Lieferverzögerungen bis hin zu Produktengpässen bei nahezu allen gängigen Bullionmünzen wie dem Krügerrand oder dem Maple Leaf“, so Zipfel. Der Kursrutsch sei ein reines Terminmarkt-Phänomen gewesen und lediglich Preismanipulation.
Keine (typische) Blase
Andere Experten sind sich da nicht ganz so sicher und sprechen vom Platzen einer Blase. Carsten Fritsch, Analyst der Commerzbank, ist davon trotz des auch real stark gestiegenen Goldpreises nicht überzeugt. Dazu sei die Entwicklung zu ungewöhnlich. Normalerweise legten die Kurse gegen Ende der Anstiegsphase exponentiell zu, um dann jäh abzustürzen.
Im Falle von Gold aber lagen zwischen dem Rekordhoch des Septembers 2011 und dem jüngsten Absturz 19 Monate, in den drei Monaten direkt nach dem Rekordhoch sei der Goldpreis lediglich um 20 Prozent gefallen. Das Platzen der Preisblase am Goldmarkt 1980 habe dagegen den typischen Verlauf aufgewiesen.
Asiaten sorgen für stabile Nachfrage
Eine Parallele gebe es allerdings, habe doch damals wie heute die Investmentnachfrage etwa 40 Prozent der gesamten Goldnachfrage ausgemacht. Den Unterschied sieht Fritsch darin, dass mit knapp 40 Prozent ein Großteil der Nachfrage aus Asien stamme. Diese hält er für deutlich nachhaltiger, da diese Anleger sich weniger gegen einen mutmaßlichen Zusammenbruch des Finanzsystems absicherten, als angesichts generell höherer Inflationsraten in Gold investierten.
Die aktuelle Situation weise eher Parallelen zum vorübergehenden deutlichen Preisrückgang im Oktober 2008 auf. Damals sei der Goldpreis binnen zweier Tage ebenfalls um knapp 200 Dollar je Feinunze gefallen, habe die Verluste aber in den darauffolgenden drei Monaten wettgemacht. Auch im Herbst 2008 sei der Preisrückgang mit einem Rückgang der Rohstoffpreise und einer Abwärtsrevision der globalen Wachstumserwartungen einher gegangen, weshalb die zuvor Angst der Investoren vor einer stärkeren Inflation deutlich abgenommen habe. Ähnlich wie in den vergangenen Tagen seien auch seinerzeit vor allem kurzfristig orientierte Marktteilnehmer aus dem Goldmarkt ausgestiegen und in den darauffolgenden Monaten in den Markt zurückgekehrt.
Fundamentale Gründe für Gold
Insgesamt hält Fritsch einen weiteren Einbruch des Goldpreises für unwahrscheinlich. Nicht nur die höhere physische Nachfrage spreche dafür, sondern auch fundamentale Aspekte. Die Zentralbanken der Schwellenländer kauften seit drei Jahren Gold und dürften dies weiter tun, weil der Anteil an ihren Reserven noch sehr gering sei. Darüber hinaus seien die Realzinsen in den Industrieländern nach wie vor sehr niedrig, zudem fürchteten viele Finanzmarktakteure nach den jüngsten Beschlüssen der japanischen Notenbank einen globalen Abwertungswettlauf. Auch hiervon sollte der Goldpreis profitieren.
Allerdings könne es dieses Mal länger dauern, bis Gold einen neuen Aufwärtstrend aufnehmen werde. Denn der starke Preisrückgang habe den Ruf als sicherer Hafen und wertstabile Anlage erschüttert. „Es ist zu einem Nervenkrieg geworden, und die Entwicklung in den nächsten Tage und Wochen wird sehr wichtig sein“, sagt auch Ole Hansen, Rohstoffexperte der Saxo Bank.
Anleger würden deshalb zunächst vorsichtig bleiben. Und so erwartet Fritsch für die kommenden drei Monate eine Bodenbildung des Preises im Bereich von 1.400 Dollar je Feinunze. In der zweiten Jahreshälfte dürfte der Preis auf durchschnittlich 1.650 Dollar steigen.
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